Hale in Tansania

 

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Aktuelles

 

Unerwartete Hürden ...

 

Die Mühle ist das letzte Glied, so war es gedacht und so ist es immer noch.

Der Container mit allen Hilfsgütern kam am 16. Juni 2015 in Dar es Salam, dem Hafen von Tansania an. Er sollte umgehend nach Hale transportiert werden, wo wir ihn am 14. Juli in Empfang  und „in Betrieb“ nehmen wollten.

Doch leider hat die Regierung von Tansania ein neues Gesetz verabschiedet, wonach alle Hilfsgüter genauso mit Mehrwertsteuer belegt werden, wie normales Handelsgut. Für uns ein herber Schlag, wir hätten fast 6000 Euro Mehrwertsteuer bezahlen müssen.
Dieses Gesetz trifft alle kirchlichen Hilfssendungen, die bisher von der Steuer befreit waren.


Für viele Organisationen ist dies schlichtweg eine Katastrophe. Aus diesem Grund hat die Bischofskonferenz von Tansania, zusammen mit den evangelischen Bischöfen, bei der Regierung dagegen protestiert und beschlossen, dass vorläufig nicht bezahlt wird, auch wenn die Container zunächst stehen bleiben.
 

Eine an sich richtige Maßnahme, auch wenn sie jetzt den Zeitplan total durcheinander bringt.
Wir haben unsere Reise auf Anfang September verschoben.

 

12.07.2015

Josef Vogt

Die Mühle ist das letzte Glied...

... in der Wertschöpfungskette „Ernährung“ der Menschen in Tansania.

Was Traktor und Pflug in der Bereitung des Bodens vorgearbeitet haben, was menschliche Arbeit, Wetter und vor allem Regen, und was schlussendlich Gottes Segen wachsen ließ, landet am Ende der Kette in der Mühle - wenn denn eine vorhanden ist.
 

Mais und Sonnenblumen, Mehl und Öl sind die Grundnahrungsmittel in jener Region Tansanias in der die Gemeinde Hale liegt.
Die Natur gibt sie her, mal mehr und mal weniger - Seit der Traktor die Knochenarbeit übernimmt, eher mehr.

Wenn die einzige funktionierende Mühle in der ganzen Region aber ein schlechtes Produkt macht und die einzige Ölmühle defekt ist, bleibt nur noch der Hand-Mörser, wie in der Steinzeit.

Vor diesem Hintergrund entstand die Vision eines Projektes, das diesem Notstand abhelfen soll.

Josef Vogt und Pater Thomas Msagati in Hale, Tansania

Konkret könnte das so aussehen:

Auf einem Traktor-Anhänger werden ein Stromaggregat, eine Maismühle und eine Ölpresse für Sonnenblumen samt der zugehörigen Einrichtung montiert, getestet und in einem Container nach Tansania verschifft (wie bereits beim Traktor geschehen). Inbetriebnahme und Betreuung erfolgt vor Ort durch diejenigen, die die Anlage in Deutschland zusammengebaut haben.
Es werden einfache und technisch ausgereifte Komponenten europäischer Hersteller verbaut, die eine lange Einsatzdauer gewährleisten.

Als fahrbare und autarke Einheit kann die Anlage unabhängig vom Stromnetz (das in dieser Region und in der geforderten Stärke so gut wie nicht vorhanden ist) betrieben werden und steht damit vielen Menschen zu Verfügung.
Die Einheit wäre für eine Leistung von jeweils ca. 100 kg/Stunde Öl und Maismehl ausgelegt, genügend Kapazität um auch über den Eigenbedarf von Dörfern hinaus Leistung vor zu halten.

 

Damit ginge ein langer Wunsch von Pfr. Thomas in Erfüllung, man könnte die Produkte auch (im Kirchenladen) verkaufen und somit einen „kleinen Wirtschaftskreislauf“ generieren, der vielen zugutekommt.

Die geschätzten Kosten von ca. 35.000 Euro sind keine Kleinigkeit, es bedarf großer Anstrengung um dieses Projekt realisieren zu können. Für die Menschen dort ist es allerdings auch ein großer Hebel um in eine bessere Lage zu kommen.
 

Damit könnte erstmals auch ein Projekt verwirklicht werden, das über die Gemeinde hinaus für einen größeren Radius, wirksam wäre.
Die Möglichkeit Maismehl und Sonnenblumenöl in einer guten Qualität herstellen zu können, wäre ein Anreiz diese Chance zu nutzen und den Ertrag des Bodens in eine bessere Lebensqualität umzusetzen.
Dies wäre der Einstieg in eine bescheidene „Produktion“.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist die Hilfe vieler notwendig, allerdings sind die Voraussetzungen günstig, gerade jetzt dieses Projekt in Angriff zu nehmen, da sich viele Möglichkeiten der Realisierung auftun.
 

Für die Menschen in Hale und auch das „Helferteam“ in Deutschland, wäre es eine große Freude, wenn sie uns in dieser Sache finanziell begleiten würden.


 

Josef Vogt